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Sprungmarken:
Viele Internetseiten werben mit diesem Wort. Aber nicht wirklich viele Internetseite halten sich wirklich an dieses Wort.
Ich habe zwar nicht wirklich megawichtige Inhalte, möchte aber trotzdem, dass meine Internetseite barrierefrei ist!
Barrierefrei bedeutet, dass die Internetseite von allen Geräten – unabhängig der Ausgabe – angezeigt werden kann. Das klingt jetzt erst einmal komisch! Aber schon einmal darüber nachgedacht, wie ein Blinder eine Internetseite "sieht"?
Es gibt für das Internet nicht nur so genannte grafische Browser (was die meisten benutzen; beispielsweise der Internet Explorer oder der Opera Browser), sondern auch Vorlese-Programme, Drucker oder Suchmaschinen. Diese haben keinen Bildschirm und können trotzdem eine Internetseite darstellen.
Folgt zeige ich auf, was ich derzeit unterstütze…
Nichts stärt mehr, als beim Besuch einer Internetseite gleich eine Meldung für eine optimierte Version zu erhalten.
Eine gute Internetseite trennt die Inhalte von der Optik. Die Optik wird in separaten CSS-Dateien gespeichert. Das Programm, dass die Internetseite darstellt kann anhand dieser Dateien – und durch die Einstellungen des Besuchers – entscheiden, wie die Seite aussieht.
Ein Beispiel: Im Mozilla Firefox kann im Menü unter "Ansicht", "Webseiten-Stiel" die Ansicht geändert werden.
Ich habe zur "normalen" Ansicht auch noch eine Optik-Datei eingebunden, die hohe Kontraste bietet. Der Fachausdruck ist "alternative Ansicht". Diese ist unter dem Namen "Barrierefrei (einfache Farben)" zu finden.
Ebenfalls habe ich für Handy, iPhone, iPad, Screen-Reader und Drucker eigene Optik-Dateien eingebunden. Wer in seinem Internetprogramm die Druckvorschau betätigt, sieht sofort was passiert.
Damit die Navigation schneller geht habe ich am Anfang – gleich nach dem Logo – in den barrierefreien Ansichten Sprungmarken eingerichtet. Sprungmarken zeigen zu den wichtigsten Positionen in der Seite. Beispielsweise der Textanfang oder das Hauptenü.
Innerhalb der Seite sind regelmäßig "nach-oben"-Links angebracht. Diese führen in barrierefreien Ansichten zu den Sprungmarken und bei den anderen Ansichten zum Seitenanfang zurück.
Es gibt leider keinen genormten Fachausdruck dafür, aber der Programmierer spricht meist von den Link-Elementen. Ich nutze die Link-Elemente um schnelle Navigation zu ermöglichen.
Unter den Kapiteln stehen alle Haupt-Menüpunkte.
Unter den Abschnitten stehen alle Bereiche, die auch in den Sprungmarken stehen.
Die Unterabschnitte geben Sprungmarken zu den Überschriften innerhalb der Seite.
Die Lesezeichen enthalten alle Links, E-Mail-Adressen und Telefonnummer, die in der aktuell angezeigten Seite vorhanden sind.
Alle weitere Link-Elemente (beispielsweise "Start" oder "Index" und so weiter) sind ebenfalls so gut wie möglich ausgefüllt.
Direkt am Seitenanfang steht eine Orientierungshilfe in der steht, auf welcher Seite man sich gerade befinden und die Verlinkungen zu den Navigations-Ebenen darüber enthält.
In den Link-Elementen ist dies als "Wo bin ich?" bezeichnet.
Die Schriftgröße steht bei meiner Internetseite nicht auf einem festen Pixelwert, sondern auf 100%. Das bedeutet, dass jeder Besucher meiner Seite in den Einstellungen seines Internetprogramms die Schriftgröße zur Anzeige selbst verändern kann.
Im Internet Explorer geht dies beispielsweise unter "Ansicht", "Textgröße". Oder im Mozilla Firefox findet man das unter "Extras", "Einstellungen", "Inhalt". Die meisten Internetprogramme bieten diese Funktion an.
Javascript macht oftmals bei Vorleseprogrammen einige Probleme. Ich versuche gänzlich auf Javascript zu verzichten. Allerdins ist das – beispielsweise für meinen Flash-Musik-Player – nicht möglich.
Meine Internetseite ist so geschrieben, dass diese auch ohne Javascript vollständig anzeigbar ist. Wird Javascript benötigt wird ein Hinweis ausgegeben.
Bei Vorleseprogrammen empfehle ich Javascript zu deaktivieren. Meine Lieder können auch ohne den Flash-Musik-Player angehört werden.
Damit Vorleseprogramm auch richtig sprechen können, habe ich in meinen Texten folgendes markiert:
Das ist wahrlich der schwerste Teil, weil man hier beim Text schreiben schon sehr genau aufpassen muss. Leider gibt es auch nicht gerade gute Anleitungen darüber, was alles markiert werden muss oder sollte.
Leider kann ich auch nicht sinnvoll testen, ob meine Auszeichnungen gut sind. Denn die Vorleseprogramme kosten wirklich sehr, sehr viel Geld und selbst wenn ich eines hätte, werde ich die Seiten nie so sehen (ich meinte natürlich hören), wie ein Anwender, der auf ein solches Programm angewiesen ist, es tun würde. Wenn mich also der eine oder andere Vorleseprogramm-Anwender etwas unterstützen möchte: Ich bin für Kritiken und Meinungen offen.